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Metformin Metformin
ist ein oral wirkendes Antidiabetikum und wird in der Schulmedizin zur
Behandlung des Diabetes Typ II eingesetzt. Diese Art des Diabetes wird
auch
„Altersdiabetes“ genannt, da er vorrangig im
fortgeschrittenen Alter auftritt
und oftmals jahrzehntelang unbemerkt bleibt. Die Entwicklung dieser
Krankheit
geht sehr langsam vonstatten und wird durch ein Abstumpfen der
Insulinrezeptoren gegenüber dem Insulin
gekennzeichnet.
Ausgelöst wird eine
derartige Resistenz häufig durch
eine
übermäßige Ausschüttung von
Insulin, häufig
bedingt durch eine Fehl- oder
übermäßige Ernährung. Die
Folgen einer solchen Insulinresistenz können
vielfältig
ausfallen - angefangen
bei der Möglichkeit der Ausbildung eines Diabetes Typ I, bei
der
der betroffene
Patient auf die exogene Zufuhr von Insulin angewiesen ist,
über
einen
vermehrten Fettansatz, bis hin zum Erlahmen des Muskelaufbaus.
Folgerichtig tut
der Athlet gut daran, alle möglichen Mittel und Wege zu
nutzen, um
dieser
Krankheit aus dem Wege zu gehen, bzw. bereits resistente Rezeptoren
wieder zu
sensibilisieren. Auf dem Supplementsektor ist eine Vielzahl
unterschiedlicher
Präparate zu diesem Zweck erhältlich. Als Mittel der
ersten
Stunde ist hier
Chrom zu nennen. Kurz darauf folgte Vanadyl. Die Kombination beider
Spurenelemente wurde schnell als ultimative Kombination gegen
Insulinresistenz
vermarktet.
Wer eher auf pharmazeutische Hilfe vertraut, wird beispielsweise beim Metformin fündig. Wie eingangs erwähnt, wird Metformin in der Schulmedizin als Antidiabetikum verschrieben, da es die einzigartige Fähigkeit besitzt, den Insulinspiegel nachhaltig zu senken und somit einer Insulinresistenz entgegenwirken kann. Metformin wirkt hierbei auf drei verschiedenen Wegen. Zum einen hemmt es die Freisetzung von gespeicherter Glucose aus der Leber, was einem Anstieg des Blutzuckerspiegels entgegenwirkt. Somit werden extrem erhöhte Insulinspiegel und alle damit einhergehenden negativen Nebenwirkungen, wie beispielsweise eine Fettspeicherung, stark vermindert. Des Weiteren hemmt Metformin im Dünndarm die Aufnahme von Glukose ins Blut. Auch durch diesen Effekt bleibt ein drastischer Anstieg des Blutzuckerspiegels aus. Die letzte, und für Bodybuilder wohl wichtigste Wirkung des Metformin besteht in dessen einzigartiger Fähigkeit, die Glukoseaufnahme und –verwertung innerhalb der Muskulatur zu steigern. Somit werden vermehrt Kohlenhydrate in der Muskulatur und weniger im Fettgewebe gespeichert und verbrannt. Die Muskeln wirken voller, der Pump beim Training steigt und das Fettgewebe schwindet kontinuierlich. Athleten verwenden Metformin aus diesem Grund unter anderem in Kombination mit Creatin, Glutamin und Aminosäuren, da auch deren Aufnahme drastisch gesteigert wird. Allerdings sollte darauf hingewiesen werden, dass Metformin insulinabhängig wirkt, d.h., dass die Einlagerung genannter Wirkstoffe erst vonstatten gehen kann, wenn ausreichend Insulin im Blut vorhanden ist, das diese an deren Zielort transportieren kann. Metformin und Creatin beispielsweise auf nüchternen Magen eingenommen, werden aus diesem Grund keinerlei Effekte erzielen. Vorteil dieses Mechanismus ist natürlich, dass die alleinige Einnahme von Metformin zu keinerlei Unterzuckerungszuständen führen kann. Basierend auf diesem Wissen setzen Athleten Metformin entweder während einer Diät oder einer Masseaufbaukur ein. Während einer Diät profitiert der Anwender von einem niedrigen Blutzuckerspiegel, der zum einen das Hungergefühl unterdrückt und zum anderen ein optimales Milieu für einen Fettverlust darstellt. Zudem werden vermehrt Kohlenhydrate in der Muskulatur und weniger im Fettgewebe gespeichert, was auch erklärt, warum Athleten diesen Wirkstoff während Masseaufbaukuren einsetzen. In Kombination mit Creatin, Glutamin und Aminosäuren führt die Einnahme zu einer raschen Zunahme des Zellvolumens, was den Athleten optisch massiger aussehen lässt. Zudem kann hier von einem Nahrungsumverteilungs-Effekt gesprochen werden, da Nährstoffe, wie bereits erwähnt, weg von den Fettdepots und hin zu den Muskelzellen geschleust werden. Somit setzt der Athlet selbst bei hyperkalorischer Ernährung weniger Fett an, als das normalerweise der Fall wäre, und baut darüber hinaus noch schneller Muskulatur auf. Allerdings zeigt sich auch hier: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Zu den Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Magen-/Darmbeschwerden und Schwindel. Zudem konnte unlängst bewiesen werden, dass die Einnahme von Metformin mit einer Reduzierung der Testosteronwerte einhergeht. Diese Senkung soll laut wissenschaftlicher Studien signifikant sein, weshalb Naturalathleten sich die Einnahme im Vorfeld überlegen sollten. Steroidverwender werden von dieser Nebenwirkung wohl eher weniger abgeschreckt sein, da sich das „signifikant“ auf die normale Testosteronproduktion bezieht, über die Steroidverwender bestenfalls müde lächeln werden. Eine weitere, wenn auch nicht allzu häufig anzutreffende Nebenwirkung des Metformin ist eine mögliche Laktatazidose. Bei dieser Krankheit sammelt sich verstärkt Milchsäure im Körper an, was den Säure-/Basenhaushalt stören und im schlimmsten Fall mit dem Tod enden kann. Erste Anzeichen hierfür sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Wenn an dieser Stelle nicht sofort gehandelt wird, treten als weitere Nebenwirkungen Muskelkrämpfe, eine deutlich beschleunigte Atmung und Bewusstseinsstörungen auf. Spätestens jetzt sollte der Weg in ein Krankenhaus überlegt werden, da sich innerhalb von ein paar Stunden ein Koma entwickeln kann, das in der Hälfte einer Fälle zum Tod führt. Folgerichtig sollte sich der Athlet eine Einnahme bestmöglich überlegen und sich im Vorfeld über die zu erwartenden und Nebenwirkungen im Klaren sein. Dosierung und Einnahme Da die Wirkung nach der oralen Einnahme gut sechs Stunden anhält, bevorzugen Athleten die Einnahme von zwei Dosierungen pro Tag. Die Gesamtmenge schwankt zwischen 850mg bei leichteren Athleten und Frauen und 2000mg bei schwereren Athleten. Mehr als 2000mg sollten nicht in Erwägung gezogen werden, da hierbei von keiner gesteigerten Wirkung ausgegangen werden kann. Lediglich die zu erwartenden Nebenwirkungen werden dadurch erhöht. Verfügbarkeit Metformin ist ein relativ günstiges Medikament. So kosten 120 Tabletten "Glucophage" von Merck mit jeweils 1000mg Wirkstoff ca. 18,50 Euro in der deutschen Apotheke. Auf dem Schwarzmarkt trifft man Metformin in der Regel nicht an. |
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